Geschrieben von Kerstin am 01. Oktober 2002 19:08:06

Heute hab ich was gewonnen und zwar sowas. Ein übelst schweres Paket mit dem aufblasbaren Strandkorb kam von Schwartau. Jürgen hat zwar ehrgeizig mit dem Aufblasen begonnen, hat es aber ziemlich schnell wieder aufgegeben. Wir müssen uns sicher erst eine bessere Pumpe besorgen.

Der Abschlussball am Sonntag abend war gar nicht so schlecht. Jürgen hatte auch Lust zum Tanzen und hat sich auch gut angestellt. Jetzt überlegen wir ernsthaft, ob wir vielleicht doch noch den Aufbaukurs belegen. *grins*. Na, mal sehen, wie groß die Lust dazu Ende Oktober noch ist. :-)


Anmerkung aus 2014: Diesjahr haben wir den Strandkarb bei ebay verkauft. Das Ding lag nur rum. Das Foto stammt aus 2014.

Geschrieben von Kerstin am 02. Oktober 2002 19:23:50

... heute hab ich erstmal das neue Dienstauto aus Michendorf abgeholt. Anscheinend hatten sich alle 11 "Betroffenen" den Mittwoch als Abholtag ausgeguckt, denn es herrschte ziemlicher Andrang. Der Sprit im Tank hat natürlich auch nur bis zur ersten Tankstelle gereicht, an der silberner Astra-Auflauf herrschte, da alle Dienstwagenabholer tanken mussten.

Einen Verbandskasten und ein Warndreieck gab es dazu, aber dafür gab es keine Extra-Winterräder, sondern gleich "kleinere" Allwetterreifen mit Stahlfelgen und Radkappen. Fein für den Händler, hat er sich damit doch gegenüber der Originalausstattung des Astra "Fresh" die Sommerräder und die Alufelgen eingespart.

Fußmatten und anderen Luxus gab es nicht, dafür ein Kassetten(!)-Autoradio mit integriertetem Telefon(CCRT700 für normalerweise 725 Euro Aufpreis) und 'ne starsilber Metalliclackierung für ansich 405 Euro Aufpreis. Schön sind auch die schwarzen Scheinwerfer und Rückleuchten....Trotz alledem....ich würde lieber meinen süßen kleinen neuen Corsa weiterfahren, anstatt im monatlichen Wechsel detaillierte Fahrtenbücher zu führen. Am Monatsende muss ich auch eine Verbrauchsabrechnung aufstellen - alles in allem wird wohl ein Tag für Autoabrechnung draufgehen :-)

Mein Kind ist schon wieder auf Achse - Volleyballzugucken und Pizzaessen. Anschließend fährt er zu meinem Ex, denn die wollen bis Sonntag abend nach Eisenach, um Uwes Schwester zu besuchen. Wenn er wiederkommt, hat er dann gerade noch so Zeit, um seine Tasche für den Kreta-Urlaub zu packen. Nur im Stress steht das Kind!

Meinen coolen gewonnenen Strandkorb hat Jürgen heute, nachdem er sich eine anständige Doppelhubpumpe besorgt hatte, fertig aufgepumpt. Jetzt blockiert das Teil erstmal mein Wohnzimmer, aber irgendwie fetzig ist es schon :-)

Geschrieben von Kerstin am 06. Oktober 2002 00:21:03

...ab in den Süden nach Kreta *freu*. Jetzt geh ich erstmal in die Heia und heute nachmittag (es ist ja heute schon nach 0 Uhr) wird Koffer gepackt. Sicher nehmen wir wie immer zu viel mit.

Heute war in der Post das neue Tansschulenprospekt und Jürgen ist so verrückt und will zu so einem Spezialtanzkurs gehen, bei dem man Mambo, Salsa und noch ein paar "nette" Figuren für den Discofox lernt. Dabei hatten wir uns geschworen, nie wieder den Stress eines Tanzkurses auf uns zu nehmen. In dem Zusammenhang fand ich heute eine Seite mit Tanzschritten wieder, die ich vor Jahren schonmal wegen den Picture Publisher Tutorials gebookmarkt hatte. Tanzschritte waren mir damals aber noch nicht aufgefallen und standen ja auch gar nicht zur Debatte. Im Frühjahr beginnt wieder die neue Tanzsaison und da überlegen wir schon, ob wir doch nochmal den Aufbaukurs mitmachen, denn so stressig es auch war - man kam mal raus und gelernt hat man ja auch was :-) Im Moment versuche ich meinen Sohn zu überreden, den Tanzkurs für Jugendliche zu Musik aus den aktuellen Charts mitzumachen, aber er will sich erstmal umhören, ob irgendein Mädchen mit ihm hingehen würde.
So, gähn, es regnet wie verrückt. Morgen (7.10.) um diese Uhrzeit schlaf ich schon im warmen Süden im Hotelbett - vorausgesetzt, dass keine Flugzeugentführung, kein Absturz oder sonstige widrige Umstände das verhindern. Ein bischen mulmig ist mir immer, aber was soll man machen. Mit dem Auto wär mir das viel zu weit

Geschrieben von Jürgen am 21. Oktober 2002 18:58:12

Da Kerstin es zeitlich nicht schafft, werd ich mich mal notgedrungen ans Schreiben des ausstehenden Reiseberichts machen.

1. Tag

Wir fahren mit dem Auto zum Flughafen Dresden. Dort haben wir die Wahl zwischen billigen Parkplätzen in der Walachei und einem recht teuren Parkhaus direkt am Terminal. Da ich Kerstins Lauffreude kenne und auch an unsere nachmitternächtliche Rückkehr denke, entscheide ich mich spontan für das Parkhaus. Alsdann begeben wir uns ins Abflugterminal. Obwohl wir eigentlich früh losgefahren sind und demzufolge zwei Stunden vor Abflug am Flughafen eintreffen, ist nur an einem einzigen Abfertigungsschalter eine lange Schlange zu sehen...tja leider ist genau das unser Flug. Nunja, da müssen wir wohl durch. Also warten und irgendwann dürfen wir unser Gepäck aufgeben, über 40 kg für eine Woche...zuzüglich Handgepäck! Nach einer Stärkung, Besuch des Dutyfreeshops und Einkauf geeigneter Bordlektüre gehts dann ab in den Flieger. Der Flug mit dem Germania-Flieger nach Kreta verläuft im Prinzip ohne besondere Vorkommnisse. Nunja, dass es in einem Charterflieger immer irgendwie eng ist, damit muss ich als 1,89 m Mann halt leben, die Lufthansa ist diesbezüglich viel bequemer...kein Wunder, die packen ja auch in den gleichen Flugzeugtyp (Boing 737) viel weniger Leute rein. Leider hat man bei Pauschalreisen irgendwie keine Wahl, was die Fluggesellschaft angeht...ich tendiere ja fast dazun nächstes Mal Flug, Hotel und Mietwagen selbst zu kombinieren..naja, mal schauen. Auffällig war auch eine neue Sparmaßnahme der Germania. Gab es im letzen Jahr bei gleicher Gesellschaft noch ein Video- & Musikprogramm, so blieb dieses Jahr die Anlage stumm. Weder die sonst obligatorischen Kopfhörer wurden verkauft, noch hatten die eigens mitgebrachten Kopfhörer aus dem Vorjahr einen Nutzen, weil die Anlage einfach abgeschaltet blieb...tja und Kaugummis gabs auch nicht mehr. Dafür hatten wir Rückenwind und kamen schneller ans Ziel als geplant. So gegen 15:30 Ortszeit erreichten wir den Flughafen von Heraklion, wo zu dieser Zeit durchaus angenehme Temperaturen herrschten. Die Dinge nahmen Ihren Lauf und am Flughafen passierte eigentlich nichts, was erwähnenswert wäre, so kam es, dass wir irgendwann im Transferbus saßen, der uns nach Bali bringen sollte. Da der Flughafen östlich, Bali aber westlich von Heraklion liegt, ging die Fahrt zunächst komplett durch die kretische Hauptstadt Heraklion, oder Iraklion wie sie vor Ort genannt wird. Auffällig waren dort die vielen unfertigen Häuser und Bauruinen, dazu später mehr. Anschließend ging’s auf der Nationalstraße immer an der Küste entlang nach Bali, unser Hotel war das erste, das angesteuert wurde. Da die Fahrt doch einige Zeit beanspruchte, war - als wir am Hotel eintrafen - bereits die Dunkelheit eingetreten. Wir verließen den Bus und dieser setzte seine Reise fort. Es schien kurz zuvor noch geregnet zu haben, denn die Straße vor dem "Hotel" war von Pfützen übersät und teilweise matschig und aufgeweicht. Da waren wir nun, vor uns ein großes verschlossenes Tor und rechts und links davon zwei ziemlich steile Auffahrten. Die Auffahrten führten jeweils zu beleuchteten Gebäuden, die wir noch nicht näher identifizieren konnten, ansonsten rundum bis auf ein paar Lichter in der Ferne Dunkelheit. Aus einer inneren Eingebung heraus entschieden wir uns für die linke Auffahrt und schleppten unser Gepäck dort hinauf. Glück gehabt! Wir fanden einen offenen beleuchteten Raum, der wie eine Rezeption aussah und es war auch eine. Es erschien auch prompt ein Grieche, bei dem wir die Formalitäten des Einscheckens erledigen konnten. Anschließend führte er uns zu unserem Appartment, wobei er netterweise den größten Koffer schleppte ;-) Anschließend zeigte er uns noch den Weg zur Dachterrasse, wo das Abendbrot serviert wurde. Wir brachten als unser Gepäck in unser neues Domizil und nahmen es in Augenschein. Nunja...Wohnzimmer mit Küche, einem Bett, einer Couch und einem Tisch, ein Bad mit Dusche und ein Schlafzimmer mit Kleiderschrank und zwei Einzelbetten. Eine Terrasse gab’s auch noch. Mag ja sein, das wir durch unsere letzen Reisen verwöhnt sind, aber so richtig überzeugend fanden wir unser Domizil nicht. Gut, das Problem mit den Einzelbetten ließ sich durch eine spontane Umbauaktion leicht lösen ;-) Aber ansonsten machte das ganze Appartment einen Eindruck, als ob es seine besten Tage bereits hinter sich hatte, was uns den Entschluss fassen ließ "Im Ausland nie wieder unter 4 Sterne", ich persönlich hatte diesen Entschluss ja schon vor Jahren gefasst und auch beherzigt...mich bei unseren gemeinsamen Reisen aber Kerstins Sparzwang gebeugt. Ich hoffe ja mal, dass sie sich an Ihren Vorsatz erinnert, wenn es ans Buchen der nächsten Reise geht. Aber was soll’s, wir hatten ja nicht vor, den gesamten Urlaub auf dem Zimmer zu verbringen und den schlimmsten Mangel des Zimmers kannten wir zu dieser Zeit ja noch nicht. Es war ja jetzt auch an der Zeit für das Abendbrot, also nichts wie hin zur Dachterrasse, welche übrigens mittlerweile überdacht ist...auf diversen Katalogfotos sah dass noch anders aus, ist aber wohl besser so. Wir suchten uns einen Tisch und gingen dann zum Buffet. Tja das Buffet. Wir hatten ja schon viele Buffets gesehen, aber dieses hier setzte uns doch in Erstaunen, ob seiner mannigfaltigen Auswahl. Heute gab es warm: Nudel, Gulasch, grüne Bohnen. Kalt: Weißbrotscheiben, Zaziki, Gurkenscheiben, Kartoffelsalat, Tomatensalat und zum Nachtisch Obstkompott. Das, was es gab, schmeckte aber ganz lecker und satt wurden wir auch. Ich kann’s aber mal Vorwegnehmen, der Kalt-Teil des Buffets war jeden Abend identisch, was auf Dauer doch etwas langweilig war. War aber vielleicht auch ganz gut so, immerhin wurden wir so davon abgehalten uns den Magen übermäßig zu füllen, weil man die ganzen tollen Leckereien alle probieren will.
Nach dem Abendessen machten wir uns dann noch auf, den Ort einer ersten Erkundung zu unterziehen. Da es nur eine richtige Straße gibt war der Weg leicht zu finden. Da wir wussten, das es in der einen Richtung zur Nationalstraße ging, da waren wir schließlich hergekommen, machten wir uns in die andere Richtung auf den Weg ins Dunkle. Nach einigen hundert Metern und der Umrundung eines ersten Berges sahen wir Licht...ein Supermarkt, eine Autovermietung und ein Andenkenladen...alle trotz der Uhrzeit noch auf (warum geht das in Deutschland eigentlich immer noch nicht?). Den Supermarkt unterzogen wir einer ersten Inspektion...eigentlich war er nicht anders als ähnliche Supermärkte in Spanien oder anderswo. Wir kauften Postkarten, Getränke und Eis und setzen unseren Weg fort. Auf dem weiteren Weg lagen dann noch einige weitere Supermärkte, Tavernen und auch Hotels. Die Straße selbst war kurvig in das ursprüngliche Gelände eingepasst und hatte starke Gefälle und Steigungen, was das Vorrankommen recht erschwerlich machte. Eigentlich wollten wir ja bis zum Hafen, dieses Vorhaben verwarfen wir aber wieder. Aber zumindest einen Strand wollten wir finden, immerhin sollte Bali ja mindestens 5 Strände besitzen. Wir fanden dann auch einen. Über eine Treppe konnten wir zu diesem Strand herabsteigen. Nicht sehr groß der Strand, aber immerhin ein Sandstrand. Da es doch recht dunkel war, konnten wir aber nicht allzu viel erkennen. Wir fanden jedoch einen steilen Aufstieg zurück zur Straße, welcher uns ein gutes Stück des Rückweges abkürzte. Auf dem Rückweg zum Hotel kamen wir dann an einer breiten, flachen Treppe vorbei, die ebenfalls nach unten zum Meer führte. Die Neugier siegte über die Erschöpfung und wir stiegen hinab und fanden einen weiteren "Strand", welchen wir komplett entlanggingen. Deutlich länger als der zuerst entdeckte, aber extrem schmal..teilweise passte gerade eine Liege zwischen Wasser und einer dahinterliegenden Mauer...und statt Sand war es ein Kiesstrand. Aber immerhin. Am Ende des Strandes führte dann ein total finsterer Weg nach oben zurück zur Straße, als wir dort ankamen, waren wir schon direkt bei unserem Hotel, so dass wir diesen Tag jetzt beenden konnten und uns müde und erschöpft den erholenden Schlaf gönnen konnten..oder eher wollten, denn wir hatten nicht mit den Tücken der kretischen Betten gerechnet. Zum einen knarrten diese Betten bei der leisesten Bewegung auf das Übelste und zum anderen wurden zum Bau statt üblicher Holzlamellen dicke Bretter verwendet, was die Dinger knallhart und absolut unbequem gemacht hat. So richtig gut geschlafen hab ich in keiner Nacht...


KRETA-Urlaubsbilder hier klicken

Und hier noch die restlichen Reiseberichte von Jürgen (Achtung, viel Text; jeweils eine eigene Seite, sie öffnen im neuen Browserfenster)
Reisebericht 2. Tag
Reisebericht 3. Tag
Reisebericht 4. Tag
Reisebericht 5. Tag
Reisebericht 6. Tag
Reisebericht 7. Tag
Reisebericht 8. Tag
Reisebericht - Das Ende

Geschrieben von Kerstin am 27. Oktober 2002 21:39:52

Heute sind wir völlig durchgeschwitzt von unserer 1. Mamba- und Samba-Tanzstunde nach Hause gekommen. Wie konnte ich mir das nur wieder aufhalsen?!
Draußen ist Weltuntergangswetter. Es stürmt und regnet wie Sau! Es ist zum gruseln. Da hab ich sicher wieder einen Sturmschaden am Dach, aber raus gucken geh ich jetzt nicht. Und morgen muss ich wieder arbeiten. Puh. Bloss gut, dass die Woche durch den Feiertag (bei uns am Donnerstag) gekürzt ist. Außerdem haben wir ja heute schon unsere geklaute Stunde wiedergekriegt.
P. S. Nachtrag um 23.17 Uhr - war klar - ein Dachziegl liegt schon wieder auf meinem Rasen und es sieht aus, als wäre es derselbe wie am 10. Juli 2002.
P. S. S. Hab heute früh den Schaden gleich der Versicherung gemeldet. Als ich zur Arbeit fuhr, kam mir zufällig an der 1. Ecke ein Fahrzeug einer Dachdeckerfirma entgegen (hab es an der Fahrzeugaufschrift gesehen). Ich kurbelte die Scheibe runter und fragte, ob sie nicht mal zu mir gucken fahren könnten, denn da wäre nur ein Ziegel runtergekommen. Jürgen guckte sicher nicht schlecht, als es 5 Minuten später schon wieder klingelte. Er dachte, dass ich was vergessen hätte und staunte darüber, wo mit 'nem Mal die Handwerker herkamen. Jedenfalls haben sie den Ziegel wieder raufgepackt. Tja, so macht man das :) Kerstin